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11/08/15
Barnsleyer Publikum begeistert vom Akkordeonorchester Penz

mayors

Wir haben uns sehr gefreut, am 31. Juli am offiziellen Willkommensabend für das Akkordeonorchester Penz aus Schwäbisch Gmünd teilzunehmen. Nach der langen Überfahrt über Nacht mit der Fähre nach Hull hatte die Gruppe auf dem Weg noch einen kurzen Abstecher nach York gemacht.

Das 30 Personen starke Orchester plus mitgereiste Familienmitglieder und Freunde sowie Oberbürgermeister Richard Arnold und Partnerstadtbeauftragte Katharina Aubele wurden von Councellor Brian Mathers, Mayor of Barnsley 2015/16, herzlich begrüßt. Auch mehrere Mitglieder des Partnerstadtvereins waren eingeladen worden.

Oberbürgermeister Richard Arnold konnte den Besuch des Akkordeonorchesters mit einer Einladung zur Teilnahme am „Yorkshire Day“ am Samstag, den 1. August in Doncaster verbinden.

TH stepsNach den offiziellen Willkommensreden beider Bürgermeister und dem Austausch von Geschenken wurde ein heißes Büffet serviert, und das Akkordeonorchester Penz gab uns mit einem kurzen Konzert einen Vorgeschmack auf das am folgenden Abend angesetzte große Konzert. Zum Schluss wurde noch ein Erinnerungsfoto für die Website auf der Treppe des Barnsleyer Rathauses geschossen, dann verabschiedete sich das Orchester, um sich für das am darauffolgenden Tag geplante Programm auszuruhen.

Das Akkordeonorchester wurde 1956 in Schwäbisch Gmünd gegründet und 1986 als das Jugendakkordeonorchester Schwäbisch Gmünd umgeformt. Musikalischer Leiter ist seit 1991 Udo Penz, der den Posten von seinem Vater übernahm.
Udo studierte Akkordeon, Klavier und Dirigieren an der Musikhochschule Trossington und erhielt ein Stipendium für die Musikhochschule Stuttgart.

Am nächsten Tag ging es morgens zuerst zum Yorkshire Sculpture Park und anschließend zum National Mining Museum in Wakefield. Dort fuhr die Gruppe mit Helmen und Lampen versehen die 140 Meter hinunter in den Schacht und lernte viel über die schwere Arbeit unter Tage über die Jahrhunderte. Nach dem Aufenthalt in Barnsley fuhr das Orchester zu einem weiteren Konzerttermin nach Christchurch in Dorset an der Südküste Englands, das mit der nahe an Gmünd gelegenen Stadt Aalen verschwistert ist. Schließlich standen vor der Heimreise noch zwei Tage Besichtigung in London auf dem Programm.

Das Konzert am Samstag Abend hatte den Titel „Classical Serenade“ und umfasste ein vielseitiges Programm u. a. mit Musik von Händel, Bach, Mozart, Drigo und Rossini.  Der 14-jährige Musiker Julius Dietrich unterhielt uns auf der Oboe mit dem Andante und Presto von Marcellos Konzert für Oboe in D-Moll.

Dabei hatte das Orchester aus unserer Partnerstadt auch die Gelegenheit, die Bühne mit Pearl Fawcett zu teilen, die zwei Gasteinlagen gab. Pearl stammt aus Barnsley und ist Weltmeisterin im Akkordeonspielen und internationale Virtuosin auf diesem Instrument. Pearl absolvierte ein umfassendes Musikstudium am Royal Manchester College of Music und erwarb neben ihrem Musikhochschulabschluss auch Performance- und Lehramtsqualifikationen.
Sie wurde zunächst Professorin an der Musikhochschule, später aber professionelle Musikerin. Ihr äußerst umfangreiches Repertoire reicht von Klassik bis Unterhaltungsmusik. Egal, welchen Musikstil sie bei ihren Aufführungen wählt: Sie beherrscht das Instrument 100%ig und ihre Interpretation ist einfach fantastisch. Perls Spezialität ist das akustische /elektronische Akkordeon, das dem Instrument eine ganz neue Dimension verleiht und ein neues Hörgefühl bietet.

http://hoylandswainearts.co.uk/wp-content/uploads/2013/05/Pearl-Fawcett-biography-w-photo-.pdf

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In ihrer Aufführung im zweiten Teil des Konzerts hatte Pearl das Publikum fest in ihrer Hand. Viele, darunter auch ich, hatten sie noch nie gesehen oder gar spielen gehört, aber ihre Präsenz auf der Bühne und ihre professionelle und hoch präzise Darbietung waren einfach unglaublich.
 

Ihr beeindruckendes Programm umfasste die folgenden Stücke:

Dance of the Comedians –Smetana, Caravan – Ellington, Granada – Lara, Rondo alla

Turca – Mozart und als Finale die Ouvertüre von Wilhelm Tell von Rossini, ganz zu schweigen von ihren eigenen Variationen von Pestalozzas Ciribiribin und ihrem Arrangement von Sleepy Blues.

Und weil sich das Publikum im vollen Saal damit noch nicht zufrieden geben wollte, bot Pearl eine Zugabe mit dem Can-Can von Offenbachs Orpheus in der Unterwelt, bei dem vielen der Mund im wahrsten Sinne des Wortes offen stehen blieb. 

Für das Publikum, aber auch für die Besucher aus unserer Partnerstadt war es tief beeindruckend, Perls Finger förmlich über die Tasten fliegen zu sehen und ihr außergewöhnliches Talent auf dem Akkordeon zu bestaunen.

Ich selbst war bisher kein besonderer „Fan“ von Akkordeonmusik, und viele der Zuschauer kamen vielleicht eher aus Neugier.

Aber in einem sind wir uns alle einig: Es war ein fantastisches Konzert, und wir danken dem Akkordeonorchester Penz aus Schwäbisch Gmünd für den Besuch in Barnsley und für das äußerst unterhaltsame musikalische Programm. Wir würden uns sehr freuen, das Orchester bald wieder begrüßen zu dürfen – eine ganze Menge Leute in Barnsley sind inzwischen begeistert vom Akkordeon.

Und was Pearl Fawcett betrifft, so hoffen wir sehr, nach dieser Kostprobe ihres Könnens bald mehr zu hören.

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